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am vergangenen Wochenende beherrschte das Unglück von Duisburg alle Berichterstattungen. Fernsehen, Zeitung, Internet - jeder Nachrichtenproduzent wollte informieren und mehr wissen, näher dran sein, als der Andere.
Wie haben Sie das erlebt? Ich erlebte das auch als einen Markt, einen Wettlauf der Betroffenheit.
Über die Dinge selbst, kann ich nicht urteilen.
Ich kann nichts Wichtiges zu Sicherheitskonzepten oder Platzaufteilungen bei Großveranstaltungen sagen. Aber ich möchte Punkte nennen, die mir beim Lesen der verschiedenen Berichte in den Sinn kamen.
- Niemand hat den Tod der Teilnehmer gewollt oder billigend eingeplant. Weder ein Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, noch ein (natürlich) gewinnorientierter Veranstalter.
- Ohne dass es jemand will, kann es einen das Leben kosten.
Der Tod hat manchmal kein Gesicht.
- Wenn nachher alle genau wissen, dass das so nicht gehen konnte, warum haben dann vorher so wenige gewarnt?
- Egal was passiert – mehrere filmen.
Die Steigerung von Erleben ist Festhalten.
- Am Ende stehen immer wieder die Kerzen und die Frage auf einem Schild: “Warum?“
Unser Glaube hat keine Antwort auf diese Frage (siehe Hiob), aber mit unserem Glauben halten wir diese Frage aus.
Ich möchte Sie einladen in den nächsten Gottesdiensten an die Hinterbliebenen, Verstorbenen und Verletzten dieser „Loveparade“ zu denken und für sie zu beten.
Hartmut Lengenfeld |
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Ein Tag, wie im Märchen
sollte es werden

aber
kein Happy-End.
Sie werden nicht
nach hundertjährigem Schlaf
sehr jung erwachen.
Es war kein vergifteter Apfel im Spiel.
Ihre Sargträger
werden nicht stolpern,
damit sie ihren Tod erbrechen. |
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